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Der nationale Integrationsplan
In Deutschland leben rund 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Die Integration dieser Menschen ist eine Aufgabe, die insbesondere durch den demografischen Wandel immer mehr Bedeutung gewinnt. Eine besondere Rolle nehmen neben Schulen auch Unternehmen und ausbildende Unternehmen ein.
Mit über 400 Maßnahmen und Selbstverpflichtungen sollen in Deutschland lebende Zuwanderer besser integriert werden. Hier einige der Maßnahmen und Selbstverpflichtungen, die am 12. Juli beschlossen wurden:
- Jugendliche mit Migrationshintergrund sollen von den von der Wirtschaft zugesagten 60.000 neuen Ausbildungsplätzen sowie 40.000 Plätzen im Rahmen des Sonderprogramms zur Einstiegsqualifizierung in besonderem Maße profitieren. Jugendliche mit Migrationshintergrund erhalten leichteren Zugang zu Berufsausbildungshilfe und Bafög.
- Bis 2010 sollen bis zu 10.000 zusätzliche Ausbildungsplätze in Unternehmen entstehen, deren Inhaber ausländischer Herkunft sind.
- Die Industrie- und Handelskammern schulen ihre Ausbildungsberater zur gezielten Beratung von Unternehmen und Jugendlichen mit Migrationshintergrund.
- Die Handwerkskammern bieten integrative Fortbildungsprüfungsangebote zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt auch für Personen mit Migrationshintergrund an.
- Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) setzt sich dafür ein, dass die Initiative zur Förderung von Vielfalt in den Unternehmen Eingang in die Praxis der Betriebe findet, um den personalwirtschaftlichen Ansatz des Diversity Management stärker zu beleben.
- Die Bundesagentur für Arbeit wird im Herbst 2007 zur weiteren Entlastung des Ausbildungsmarkts zusätzlich zur ursprünglichen Planung 7.500 außerbetriebliche Ausbildungsplätze für diesen Personenkreis bis zum Ende der Ausbildung finanzieren.
- Die Industrie- und Handelskammern bewerben die neuen Möglichkeiten des Berufsausbildungsgesetzes für eine Teil-Absolvierung der Ausbildung im Ausland und unterstützen die Unternehmen bei entsprechenden Fragestellungen.
- Die BDA wirbt dafür, dass Betriebe gezielt Zusatzqualifizierungen anbieten, insbesondere berufsbezogenen Sprachunterricht, Auslandspraktika oder grenzüberschreitende Ausbildungen, um die interkulturellen Kompetenzen von Auszubildenden zu fördern.
Sie finden den Nationalen Integrationsplan der Bundesregierung hier zum Download (pdf).
TIPP: Lesen Sie zu diesem Thema auch unseren Beitrag „50 Prozent der Azubis zukünftig mit Migrationshintergrund“.
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